Die Europäische Weltraumorganisation hat zur Teilnahme am ersten Bürgerforum eingeladen

Das Bürgerforum über Raumfahrt für Europa war eine einzigartige – und in der Tat erstmalige – Konsultation in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumorganisation. Bei einer ganztägigen Begegnung haben über 1600 Bürger, die ausgewählt wurden, um die soziodemografische Vielfalt ihres Landes zu widerspiegeln, über Raumfahrtfragen diskutiert. An jedem Veranstaltungsort wurde den gleichen Anweisungen gefolgt und dieselben Fragen beantworten.

Die Europäische Weltraumorganisation veranstaltete diese Debatte, um neue Akteure in die Entwicklung ihrer künftigen Ausrichtung und die Ausarbeitung ihrer Strategie einzubinden. Es ist für die Organisation von größter Wichtigkeit, eine größere Zahl von Akteuren, allen voran Bürger, an Entscheidungen zu beteiligen, die gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung tragen, die Raumfahrt in ihren Dienst stellen und künftige Generationen durch Raumfahrtinnovation, Exploration und internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt beeinflussen.

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Das Bürgerforum

Am 10. September 2016 haben sich 95 Bürgerinnen und Bürger in Luzern im Konferenzsaal des Verkehrshaus der Schweiz getroffen um über die Raumfahrt, die Erkundung des Weltraumes oder Weltraumschrott zu diskutieren. Die Teilnehmer sind von überall her nach Luzern angereist. Der Grossteil aller Teilnehmer war sogar vor 6 Uhr aufgestanden um pünktlich für die Debatte in Luzern zu sein. Zur Einstimmung hat der Schweizer ESA Astronaut Claude Nicollier als Erstes eine Einführung über seine Erfahrungen im Weltraum präsentiert und gezeigt wie emotional der Start einer Rakete und die Erforschung des Universums sein kann. Danach gingen die Diskussionen an den 14 Tischen los. Mit der Unterstützung von freiwilligen Helfern wurden die von der ESA vorbereiteten Themen und Fragen bearbeitet. Während des ganzen Tages wurde, mit direktem Ausblick auf den Vierwaldstättersee, intensiv diskutiert und Meinungen ausgetauscht und gebildet.
Nach dem Mittag gab es eine Live-Schaltung nach Dänemark, eines der anderen 21 Mitgliedstaaten der ESA welche die Debatte durchgeführt haben, um die ersten Eindrücke auszutauschen. Die Stimmung an den zwei Austragungsorten war super, die Zwischenverpflegung in der Schweiz, natürlich Schokolade, jedoch definitiv besser. Das Swiss Space Center hat im Auftrag des SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) die Debatte in der Schweiz als lokaler Organisator durchgeführt.

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Ergebnisse

Auf der Homepage können alle Resultate der Multiple-Choice Fragen angeschaut und zwischen Europa und den einzelnen Ländern verglichen werden. Die Resultate könne gefiltert werden um zum Beispiel die Meinung der Schweizerinnen über Weltraumschrott mit den Meinungen der Europäerinnen allgemein zu vergleichen. Es kann nach Alter, Geschlecht, Beschäftigung oder dem Hintergrundwissen bezüglich Weltraum der Teilnehmer sortiert werden.

Zum Beispiel sind 65% der Schweizer dafür, dass die Verfügbarkeit der Rohdaten erfasst von den Satelliten weiterhin gleich gehandhabt wird wie bisher (alle können die Daten zu nicht-kommerziellen Zwecken benutzen), wobei nur 48% der Europäer dieser Meinung sind.

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Sie wollen Ihre eigene Debatte in Ihrer Schule, Ihrem Verein oder Ihrer Universität veranstalten

Die Dokumente, die während des Bürgerforums verwendet wurden, sind in allen Sprachen der 22 ESA-Mitgliedstaaten verfügbar. Sie können das Magazin, die Videos und die Präsentation des Bürgerforums herunterladen und mit ihnen Ihre eigene Debatte organisieren oder als Informationsmaterial nutzen. Außerdem ist eine Anleitung zur Organisation einer solchen Debatte verfügbar.

Zu den Meilensteinen